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Das Heimathaus Ennigerloh genannt das
"Kleine Drubbelhaus"
Eine Inschrift über dem ehemaligen Tennentor verkündet:
"Am 25.12.1776 wurde dieses Haus errichtet von den Eheleuten Gerhard Reinke und Antonette Püntmann." Am 30.10. desselben Jahres hatte nämlich ein verheerender Brand in der Ortsmitte 25 Häuser und 2 Scheunen vernichtet, darunter auch das Haus, das als erstes an dieser Stelle gebaut worden war.
Erst um 1690 war dieser Teil des Dorfes erstmals besiedelt worden. Mindestens seit den Tagen Karls des Großen befand sich hier eine Gerichtsstätte, gleich neben der Kirche mit dem darum liegenden Kirchhof, dem Begräbnisplatz. Der Brunnen auf dem jetzt wieder freien Platz soll an den ehemaligen Freistuhl erinnern, an dem Recht gesprochen wurde für die Orte Ennigerloh, Enniger, Westkirchen, Ostenfelde und Oelde mit Lette.
Ende des 17. Jahrhunderts erteilte der Bischof von Münster,  als Eigentümer die Erlaubnis zur Bebauung.
Von 1820 bis 1961 war das "Kleine Drubbelhaus" im Besitz der Familie Erdborries, die sich später Erdbürger nannte. Das Haus stand dann lange Zeit leer und drohte zu verfallen.
Andreas J. Rottendorf erkannte seinen Wert als Zeuge einer vergangenen Zeit und als charakteristischen Teil des Ortsbildes von Ennigerloh.
Er rettete das haus, indem er es kaufte und renovieren ließ. Es dauerte noch ein paar Jahre, bis es sich wieder mit Leben füllte: Unter Leitung von Frau Christa Frede hatte sich ein Arbeitskreis Altenhilfe gebildet, der hier eine Altentagesstätte einrichtete. Das war damals eine Pioniertat und Vorbild für ähnliche Einrichtungen für ganz Deutschland. Als die Räumlichkeiten dafür zu klein wurden stellte Andreas J. Rottendorf das Haus dem Heimatverein zur Verfügung. Dies blieb auch so bis Dr. Fernbach das Haus für 1 DM an die Stadt Ennigerloh mit der Auflage verkaufte, dass der Heimatverein Ennigerloh ein dauerhaftes Hausrecht haben soll.

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